Bis vor ca. anderthalb Jahren war ich der Ansicht, dass es heutzutage mehr Menschen gibt, die Gedichte schreiben als Menschen, die Gedichte lesen. Doch dann kam Rita Kahnt und bat uns, ihr beim Veröffentlichen ihrer Gedichte behilflich zu sein. Und dann hat sie meine nichtrepräsentative Statistik gehörig durcheinander gewirbelt.
Denn Rita Kahnt verkauft ihre Gedichtbände (ja, der Plural ist korrekt, es sind mittlerweile schon zwei) richtig gut. Obwohl sie Self-Publisherin ist. Obwohl sie vom „ernsthaften“ Feuilleton ignoriert wird. Obwohl sie sich thematisch auf ihre Heimatstadt Fürstenwalde und Selbsterlebtes beschränkt.
Eigentlich hätte ich im vorigen Absatz statt „obwohl“ immer „weil“ schreiben müssen, denn darin, dass sie abseits der ausgetretenen Pfade agiert, liegt gerade ihr Erfolgsgeheimnis. Und natürlich darin, dass sie gute Gedichte schreibt, die den Menschen zu Herzen gehen und/oder sie zum Lachen bringen.
Und: Frau Kahnt geht auf ihre Leser zu, betreibt eine Homepage mit Blog und – ganz wichtig – veranstaltet regelmäßig Lesungen. Kommende Woche, am 16.10. um 16 Uhr findet die nächste statt. Da liest sie gemeinsam mit Horst Jürgen Peter Miethe in der Aula der Rahnschule Fürstenwalde in der Eisenbahnstr. 19. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Eine gute Gelegenheit, Frau Kahnt und ihre beiden Bücher „stadtverliebt“ und „Von Menschen und anderen Tieren“ kennenzulernen.
